Impressum Kontakt Deutscher Gewerkschaftsbund

DGB-Kapitalismuskongress, 14./15. Mai 09

Sie waren nicht dabei? Videos, MP3 zum Download und mehr jetzt online

Über 700 Gäste waren beim DGB-Kapitalismuskongress am 14. und 15. Mai 2009 in Berlin. Hunderte verfolgten das Live-Streaming im Internet. Für alle, die nicht teilnehmen konnten, haben wir alle Foren und Plenen aufgezeichnet. Sony Kapoor, Saskia Sassen, Guy Ryder, Michael Sommer und alle Foren gibt es zum Nachhören, -sehen oder Lesen.

 

Sommer fordert grundlegende Alternative zum Neoliberalismus

Eine grundlegende und umfassende Systemänderung hin zu „einem dritten Weg als Alternative zum Neoliberalismus“ hat der DGB-Vorsitzende Michael Sommer in seinem Schlusswort auf dem Kapitalismuskongress gefordert. „Wir wollen eine politisch kontrollierte und sozial verpflichtete Marktwirtschaft,“ erklärte er vor den 570 TeilnehmerInnen. Dazu gehöre Demokratie in Staat und Ökonomie.


 

Eko Stahl Eisenhüttenstadt „Wir unterstützen euren Kampf“

Ecostahlaktion
Die 2500 Beschäftigten von Eko Stahl sind alarmiert: Die Konzernmutter Arcelor-Mittal will am Standort Eisenhüttenstadt die Produktion stark einschränken. Die Belegschaft protestiert.
 

Kongresszeitung - Das Steuer herumreißen

Wer ist verantwortlich für die Krise, und wie kommen wir wieder raus? Nicht mit einem
Reförmchen hier oder da, sondern mit grundsätzlich neuen Weichenstellungen in Politik und Wirtschaft. Berichte aus Foren und Plenumsdiskussionen, Hintergründe und Lösungsansätze. Die Zeitung fasst wichtige Ergebnisse zusammen. >> Download (PDF)


 

IGB-Generalsekretär Ryder: "Die globale Ökonomie nachhaltig steuern"

Guy Ryder

Die Gewerkschaften finden zunehmend Gehör im internationalen Krisenmanagement. Doch das ist kein Selbstläufer. „Wir müssen weiter mobilisieren und Druck machen", sagt Guy Ryder, Generalsekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB).

 


 

Gewerkschaften drängen in internationale Gremien

Die Gewerkschaften arbeiten seit Krisenbeginn verstärkt international zusammen. Keine G20-Sitzung ohne Präsenz der internationalen Gewerkschaftsbewegung, kein internationales Forum zur Weltfinanzkrise ohne die Stimme der Gewerkschaften heißt die Devise.
 

Der erste Kongresstag in Bildern

Plenum I

Fotos aus den Plenumsveranstaltungen und Foren.


 

Kapoor im Interview: "Im schlimmsten Fall verliert man den Job"

Das herrschende Finanzsystem hat versagt. Notwendig sind Reformen und politischer Druck, um sie durchzusetzen, meint Sony Kapoor. Der ehemalige Investmentbanker arbeit heute mit seinem Think-Tank für eine Regulierung der Finanzmärkte.


 

Der erste Kongresstag: "Eigentlich haben wir drei Krisen"

Leinwand im Saal - Filmausschnitt
Fünf Monate Vorbereitung, über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Unter dem Motto „Umdenken – Gegenlenken“ startete der Kongress mit intensiven Debatten – und einer kleinen Überraschung: Ein Investmentbanker eröffnete die Diskussionen des ersten Tages.
 

Aufgespießt

"Diejenigen, die die Krise verursacht haben, sichern sich gerade den Zugriff auf die Steuereinnahmen der nächsten Generation."

Harald Schumann, Journalist des Tagesspiegel und Moderator des ersten Kongress-Plenums.


 

Saskia Sassen: "Gewerkschaften müssen globale solidarische Netzwerke bilden"

Saskia Sassen

Saskia Sassen gehört zu den bekanntesten Stadtsoziologen und Globalisierungstheoretikern. Auf dem Kongress sprach die Amerikanerin über die Auswirkungen der globalisierten Wirtschaft auf die Lebensverhältnisse, über das Ende des Neoliberalismus und die Rolle der Gewerkschaften.


 

Drei Stimmen zum Kongress - Betriebsräte berichten

"Die Krise trifft unser Unternehmen hart und in allen Geschäftsbereichen – von den Kreditkarten bis zur Organisation von Reisen. In den letzten zwölf Monaten gab es mehrere Reorganisationen, etwa hundert Beschäftigte wurden entlassen, ein Drittel der Belegschaft ist in Kurzarbeit", berichtet Ellen Maurer. Sie ist Betriebsrätin bei American Express.
 

Namrata Bali: "In der Krise darf uns die Solidarität nicht verloren gehen"

Namrata Bali
Namrata Bali, Gewerkschafterin aus Indien, im Interview. Sie spricht über ihre Arbeit, die Krise in ihrem Land und ihre Sicht auf europäische Gewerkschaften.
 

Weltfinanzen und Derivatehandel - Fakten und Zahlen

In nur 20 Jahren wuchs der weltweite Handel mit Finanzderivaten um 3800 Prozent - zwischen 1986 und 2006 jährlich um ein Fünftel. Inzwischen summiert sich der Derivatenmarkt auf die unvorstellbare Summe von 610 Billionen Euro und übertrifft damit die globale Realwirtschaft um das 17-fache.
 

Sony Kapoor: "Kein Kapitalismus ohne Staaten, die regulieren können"

Sony Kapoor

Der ehemalige Investment-Banker Sony Kapoor hat den Kongress mit einem Vortrag über die Ursachen und Auswirkungen der internationalen Finanzkrise eröffnet. "Es gibt heute keine Staaten ohne Kapitalismus. Aber es gibt auch keinen Kapitalismus ohne Staaten, die regulieren können. Das wird oft vergessen“, betonte Kapoor, der sich heute für eine Regulierung des Finanzsystems einsetzt.


 

Sommer fordert Regulierung der Finanzmärkte

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer hat im Zusammenhang mit den geplanten Bad Banks an die Politik appelliert, zunächst "gesetzliche Maßnahmen zur Regulierung der Finanzmärkte zu beschließen und erst dann die Müllentsorgung zu ermöglichen". Offensichtlich sei es politisch opportuner, ein Finanzmarkt-Stabilisierungsgesetz durch die parlamentarischen Gremien zu peitschen, als wirksame Regulierungsgesetze gegen Banken und Wirtschaft durchzusetzen, kritisierte er vor mehr als 500 Teilnehmern zur Eröffnung des DGB-Kapitalismuskongresses.
 

Chronik der Krise

Wir erleben die womöglich schwerste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren. Deutschland als Exportweltmeister ist besonders betroffen. Denn die Hälfte der deutschen Produktion geht ins Ausland und die Nachfrage lässt weltweit nach. Wie es zur Krise kam, über die Rolle der Politik und die bereits getroffenen Gegenmaßnahmen - die Chronik zur Krise. (Download PDF)


 

Thesen des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes zum Kongress

Der Geschäftsführende DGB-Bundesvorstand analysiert in seinem Thesen-Papier die Anatomie der Wirtschafts- und Finanzkrise. In zwölf Thesen stellt der Deutsche Gewerkschaftsbund seine Schlussfolgerungen und Lösungsvorschläge zur Krise vor.


 

Ursachen und Wege aus der Krise - ein erster Überblick

achtung
Wir erleben die schwerste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren. Deutschland als Exportweltmeister ist besonders betroffen, denn die Hälfte der deutschen Produktion geht ins Ausland und die Nachfrage lässt weltweit nach. Wie die Krisenmaßnahmen der Bundesregierung zu bewerten sind und welche Schlüsse der Deutsche Gewerkschaftsbund aus der Krise zieht, lesen Sie im aktuellen DGB-Faltblatt des Fachbereichs Wirtschafts- und Steuerpolitik. (Download als PDF)